Greene---Silouette1200-3
Zeitgeschichte

Die Geschichte des Flecken Greene

 980
wurde Greene erstmals urkundlich erwähnt, als Kaiser Otto II. den Stift Gandersheim den Herr- und Gerichtsbann von Greene schenkt

1062
erwähnte man erstmalig eine Brücke. Frühzeitig gab es eine Öl-Säge-und Getreidemühle. Fischfang, Leinenherstellung und Landwirtschaft waren wichtige Erwerbs- und Ernährungszweige.

1130
besaß Hermann von Winzenburg Bruchhof und Greene als Ganderheimer Lehen

1144
erwarb Kloster Amelungsborn über ein Gut in Greene Zehnten .

1309
war die Greener Burg durch die Edelherren von Homburg neu erbaut.

1409
starb das Geschlecht der Homburger aus. Die Witwe des letzten Edelherren erhielt Witwenrechte auf Burg Greene. Lt. Vertrag war diese aber an den Herzog von Braunschweig vererbt, was zu einem Streit mit dem Bischof von Hildesheim führte.

1414
überlassen die Welfen dem Bischof die Burg für 12.000 rheinische Gulden, sie behalten sich aber das Wiederverkaufsrecht vor.

HINWEIS: Der heutige Materialwert für 12.000 Goldgulden - unter der Annahme, es seien 36,796.44 Gramm reines Gold verwendet worden (was wahrscheinlich eher selten so war) - beträgt etwa 1,3 Millionen €. Die Kaufkraft im Mittelalter lag jedoch entscheidend höher und entsprach nach heutigen Maßstäben ungefähr 4,2 Millionen €.


1424
zerstörte der Bischof von Hildesheim, wegen einer Fehde mit dem Herzog von Braunschweig, die Greener Kirche. Der Überlieferung nach wurde sie bis 1439 wieder aufgebaut. Bei Renovierungsarbeiten an dieser alten St. Martinskirche entdecke man 1977 wertvolle Wandmalereinen. Man nimmt an, dass sie aus dem 16. / 17. Jahrhundert stammen.

1436
starb Schonett, die Witwe des letzten Homburgers in Hildesheim, wurde im Dom beigesetzt und Burg Greene wurde hildesheimerisch.

1451
gestand der Bischof von Hildesheim dem braunschweigischen Herzog Wilhelm d.Ä. (auch genannt: Wilhelm, der Siegreiche) das Recht zu, Burg Greene gegen Zahlung der Pfandsumme von 12000 Gulden einzulösen.

1494
kündigte die Herzöge den Pfandbesitz.

1495
wurden sie Besitzer und machten die Burg zum Sitz des Herzoglichen Amtes Greene

1499
war es den Welfen möglich, die 12.000 Gulden aufzubringen und machten die Burg zum Sitz des Herzoglichen Amtes Greene.

1521
Während der Hildesheimer Stiftsfehde litt Greene 1521 besonders schwer, ebenfalls in der Reformationszeit.

1553
verwüstete Graf von Mansfeld Burg Ort und Brücke, aber man baute alles bald wieder auf.

1618-1648
Im 30 jährigen Krieg von 1618 –1648 wurde die Burg so stark beschädigt, dass man sich entschloß den Amtshaushalt ins Tal zu verlegen.

1694
Die Burg Greene wird mit der Dezember-Anordnung der Braunschweiger Herzöge Rudolf August und Anton Ulrich aufgegeben.

1696-1704
wurde das neue Amtshaus an der Heerstraße nach Wickensen errichtet.

1704
war die Burg verlassen und verfällt allmählich.

1732
verlieh Herzog Rudolf Greene das Marktrecht.

1811
ließ Napoleon die Brücke befestigen, die Hauptstraße instandsetzen
und Pappeln anpflanzen.

1812
marschierte das Heer durch Greene gen Osten.

1814
bekam Greene bei der Neuordnung des Gerichtswesens den Titel Kreisgericht.

1833
wurde daraus des Amtsgericht, welches 1967 von hier nach Bad Gandersheim verlegt wurde.

1856
hatte der Braunschweigische Staat die Bahnstrecke Braunschweig – Kreiensen fertiggestellt, die sich an die Hannoversche Südbahn anschloß. Nun sollte über Holzminden der Anschluß an das Rhein. Westf. Industriegebiet unternommen werden.

1862-1864
baute man den imposanten 34 m hohen und etwa 97 m langen Viadukt. Der Quaderbau aus Selter-Dolomitstein besteht aus acht gleich großen Halbkreisbögen. Das Herzogtum Braunschweig beauftragte mit dem Bau den Eisenbahn- und Tunnelbauer Franz von Rziha. Der Greener Viadukt ist der einzig erhaltene Bau dieser Art in Niedersachsen.

1953
wurde die Burg zur Bundesweihstätte für die deutschen Kriegsgefangenen und der Burgturm zum Ehrenturm erklärt. Eine im Turm angebrachte Glocke verkündete jeden Abend per Glockenschläge die Zahl der täglich nach Friedland heimgekehrten Kriegsgefangenen. 1961 wurde die Glocke und die Kasetten mit 7 Millionen gesammelten Unterschriften für die Freilassung zur Kaiserpfalz in Goslar überführt.

1980
erlebte der Ort seine 1000 Jahrfeier zu Ehren der ersten urkundlichen Erwähnung.

1982
feierte Greene die 250 ste Wiederkehr der Marktrechtverleihung.

2013
sei dem 01. Januar 2013 gehört der Flecken Greene nun zur Stadt Einbeck.